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Zertifikate und Dokumente

 

Jedes elektrische Gerät, Anlage oder Bauteil erzeugt durch die Umwandlung von Energie elektromagnetische Felder. Diese elektromagnetischen Felder können über elektrische Betriebsmittel hinausgehen und somit in andere Betriebsmittel eindringen und deren Funktionen stören. In der elektromagnetischen Umgebung wird ein Frequenzbereich von 0 Hz bis 400 GHz angenommen. Das Betriebsmittel, welches andere Betriebsmittel über elektromagnetische Felder stört oder beeinflusst, wird als Störquelle bezeichnet. Gestörte Betriebsmittel, welche die Störung empfangen, wird Störsenke genannt. Grundsätzlich kann ein Betriebsmittel sowohl Störquelle als auch Störsenke sein. Der Weg der elektromagnetischen Störenergie zwischen Quelle und Senke wird Kopplung genannt. EMV ist nicht nur das störungsfreie Funktionieren des Betriebsmittels, sondern auch die Beschränkung des elektromagnetischen Feldes auf das Betriebsmittel und dessen Verträglichkeit für die Umgebung hinsichtlich der Störaussendung und Störfestigkeit.

Kurz gefasst: Das Betriebsmittel darf andere nicht beeinflussen und selbst nicht beeinflussbar sein. Um EMV überhaupt gewährleisten zu können, müssen die Störungsmechanismen bekannt sein. Neben den natürlichen Störquellen, wie beispielsweise einem Blitz, gibt es verschiedene Kopplungsarten: Die elektromagnetische Strahlungskopplung  durch Aussenden von Wellenfeldern mit elektrischer und magnetischer Feldstärke.

Die induktive, magnetische Kopplung zweier Stromkreise über ein magnetisches Wechselfeld – Hauptsächlich im Niederfrequenzbereich.

Die galvanische Kopplung von zwei Stromkreisen über einen gemeinsamen Strompfad und die elektrische, kapazitive Kopplung von zwei Stromkreisen über ein elektrisches Wechselfeld – Hauptsächlich im Hochfrequenzbereich.

Der Gesetzgeber trägt diesem Anliegen mit der EMV-Richtlinie 89/336/EWG und deren Neufassung 2004/108/EG zum 20.7.2007 mit Übergangsfrist bis 2009 europaweit Rechnung. Der Hersteller oder Importeur muss anhand einer Konformitätserklärung bestätigen, dass das von ihm in den Wirtschaftsverkehr eingebrachte Betriebsmittel oder Anlage die nachfolgenden EU-Richtlinien erfüllt:

– die einschlägigen EMV-Normen in Abhängigkeit von der Produktgruppe,
– geprüft wurde durch ein akkreditiertes EMV-Labor,
– eine, vom Hersteller abgezeichnete Konformitätserklärung beinhaltet und
– eine fest angebrachte CE Kennzeichnung am Gerät enthält.


RoHS – Stoffverbote

Die RoHS-Richtlinie mit der Nummer 2011/65/EU, vorher 2002/95/EG, dient der Einschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Diese Richtlinie gilt für alle Mitgliedstaaten der EU in gleicher Weise und darf nicht unterschiedlich Interpretiert werden. Blei ist dabei nur einer von mehreren Stoffen, die durch diese Richtlinie im Einsatz eingeschränkt werden. Obwohl in der Branche der Begriff „bleifrei“ verwendet wird, bedeutet dies nicht, dass die RoHS-Richtlinie alleine durch das Ersetzen von Blei eingehalten wird, auch nicht, dass die Produkte völlig bleifrei sind!

Folgende Geräte sind von der Richtlinie erfasst:
Haushaltsgroßgeräte
Haushaltskleingeräte
IT- und Telekommunikationsgeräte
Geräte der Unterhaltungselektronik
Beleuchtungskörper
Elektrische und elektronische Werkzeuge (mit Ausnahme ortsfester industrieller Großwerkzeuge)
Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte
Automatische Ausgabegeräte
elektrische Glühlampen und Leuchten in Haushalten

Die Liste der gefährlichen Stoffen sind:
Blei,
Quecksilber,
Cadmium,
sechswertiges Chrom,
polybromiertes Biphenyl (PBB) bzw.
polybromierten Diphenylether (PBDE).

Grenzwert ist jeweils 0,1%, bei Cadmium 0,01%.
Für bestimmte elektrische Geräte bzw. Bauteile bestehen Ausnahmen:
Ersatzteile für Geräte, die vor dem 1.Juli 2006 verkauft wurden sowie die Wiederverwendung von Geräten, die vor dem 1.Juli 2006 verkauft wurden dieses sind weitgehend Maschinen, auch wenn diese Ausnahme etwas umstritten ist.